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Robert-Schumann-Schule Frankfurt am Main


Schulhofgestaltung

Projekt Schulhof-Umgestaltung an der Robert-Schumann-Schule, Frankfurt

Situationsbeschreibung und Dokumentation
Bereits seit 2001 wurden an der Robert-Schumann-Schule Überlegungen zur Schulhof-Veränderung angestellt. Der Schulhof ist für zeitweise fast 400 Schülerinnen und Schüler klein und wenig attraktiv. Konfliktreiche Pausensituationen sollen entspannt und mit den Kindern mehr Gestaltungs-, Rückzugs- und Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Schon während der Arbeit am Schulprogramm wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt und das Thema in einzelnen Klassen erörtert. Schüler haben ihre Wünsche geäußert und eine Arbeitsgruppe hat die pädagogischen Ziele, die mit einer Veränderung des Schulhofes gekoppelt sind, zusammengefasst.

So sollte der Schulhof klarer nach Aktionsbereichen strukturiert werden. Ruhezonen mit Sitz- und Kommunikationsmöglichkeiten und Nischen zum Verstecken müssten geschaffen werden. Unterschiedliche Bewegungsmöglichkeiten mit Anregungen für phantasievolles soziales Spiel müssten auf kleinem Raum für viele Kinder möglich sein. Weitere immer wieder genannte Wünsche waren eine Überdachung, verschiedene Ballspielmöglichkeiten, künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten und ein botanischer Erfahrungsbereich.

Auf einer Gesamtkonferenz wurde beschlossen, professionelle Hilfe für die Planung der Umgestaltung des Schulhofes zu suchen. Es war klar, dass sich das Vorhaben über mehrere Abschnitte und damit mehrere Jahre hinziehen würde.

Im Sommer 2001 begann die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peterek und den von ihm betreuten Studentinnen und Studenten der Fachhochschule Frankfurt/M., Fachbereich Architektur. Es wurden im Rahmen eines Stegreifs Pläne entworfen und Modelle gebaut, die vielfältige Anregungen auf der Basis der Wünsche der Schulgemeinde enthalten.

Im Anhang ist eine Dokumentation dieser ersten Planungsphase beigelegt (Anhang l).

Am 7. November 2001 wurde mit Herrn Haub vom vorbeugenden Brandschutz eine Begehung vor Ort durchgeführt mit dem Ziel, festzustellen welche Bereiche des Schulhofes definitiv für schwere Löschfahrzeuge befahrbar sein müssen. Das Ergebnis dieser Begehung wurde in allen weiteren Planungsabschnitten berücksichtigt.

Für den zweiten Planungsabschnitt, der mit einem Pädagogischen Tag am 13. November 2001 begann, waren diese Vorarbeiten äußerst nützlich. An diesem Tag wurden nun zunächst von den Kolleginnen und zwei Vertreterinnen der Elternschaft alle Einzelwünsche und -vorschlage in einem konkreten Gesamtplan zusammengefasst und somit eine befriedigende Gesamtstruktur entworfen.

Dabei wurde zunächst - nach der Analyse der Problembereiche - festgestellt, dass sich die Wünsche, bzw. das was am Bestehenden als positiv und erhaltenswert erachtet wurde, im Hinblick auf den Schulhof in vier Kategorien einteilen lässt:

  • Kommunikationsbereiche
  • Bewegungsintensive Spielbereiche (ohne Ball)
  • Ballspielbereiche
  • Multifunktionale Bereiche

In vier entsprechenden Arbeitsgruppen wurde nun der Schulhof daraufhin untersucht, wo der jeweilige Bereich sinnvollerweise angesiedelt wird, bzw. bleibt. Die folgenden Bilder illustrieren diesen Arbeitsabschnitt.

Am Nachmittag dieses Pädagogischen Tages wurde das Ergebnis vom Vormittag, das auf dem letzten Foto zu sehen ist, gemeinsam mit unserem Schulhausverwalter, Herrn Prokasky, und Herrn Schlecht vom Verein Umweltlernen noch einmal daraufhin untersucht, inwieweit das geplante tatsächlich umsetzbar ist. Herr Prokasky wies noch einmal darauf hin, dass seine Arbeit, d.h. das Sauberhalten des Schulhofes, weiterhin nicht zu sehr eingeschränkt werden darf. Es wurde vereinbart, dass nötigenfalls (z.B. während der Laubfallzeit im Herbst) Schüler, evtl. im Rahmen von Patenschaften, in einzelnen Bereichen mithelfen. Außerdem wurde von Herrn Prokasky noch einmal daraufhin gewiesen, dass die Abwasserkanäle nicht belastet werden dürfen. Nach Erörterung dieser Punkte gab es von seiner Seite keine weiteren Einwände gegen das geplante Vorhaben.

In einer weiteren Sitzung des erweiterten Arbeitskreises wurde dann aus der Gesamtplanung der konkrete erste Realisierungsabschnitt herausgehoben.


Unser Vorhaben in diesem Jahr

Auf dem (hinteren), dem “Lindenhof soll nun in diesem Jahr der Bereich der Baumscheiben weitläufig entsiegelt werden (derzeit: Wurzelschutz, Fallschutzplatten und Verbundsteine). Dieses Vorhaben wurde bereits mit einem Vertreter des Grünflächenamtes besprochen, da die Einfassung der Linden in diesem Jahr auf jeden Fall repariert werden müsste.

Der Grund soll mit Öko-Color aufgeschüttet werden. Um die dort geplanten Bewegungs-, Versteck- und Kommunikationsmöglichkeiten für Kinder zu erhalten, wollen wir eine Palisadenlandschaft entstehen lassen, die mit unterschiedlichen Elementen umrandet wird (Holz, Stein, Mäuerchen). Ein Zufahrtsweg für die Feuerwehr zum Schulgebäude muss frei bleiben und außerdem darf das Entwässerungssystem des Schulhofes nicht belastet werden. Ob anstelle der Baumstämme teilweise auch Spielgebüsch gepflanzt bzw. ein Weidengeflechtzaun gebaut werden kann, müsste noch geprüft werden. Öko-Color wird als Fallschutz dienen wo Baumstämme zum Klettern treppenartig angeordnet werden. Der Abstand zum Notausgang der Turnhalle muss so groß sein, dass das Geländer nicht einbezogen werden kann.

Der Weg vom Schulgebäude zur Turnhalle bleibt versiegelt, da die Verschmutzung der Turnhalle möglicherweise zu groß wäre. Um die mittlere Linde soll ein kleines Podest gebaut werden, das über einen Holzsteg erreicht werden kann.

An der Turnhallenwand sollen Klettergriffe zum Querklettern angebracht werden.

An der Wand des Schulgebäudes (s. Plan) soll eine Malwand festgemacht werden. Über Unterstützung für dieses Vorhaben würden wir uns sehr freuen.

In einem zweiten Bauabschnitt, eventuell im nächsten Jahr soll dann der “Lindenhof” fertiggestellt werden mit einem Amphitheater und der Einbindung der nicht benötigten Feuerwehrzufahrt zwischen unserer und der Vereinsturnhalle. (s. vorletztes Blatt, Kleiner Hof)

Waltraud Legner, Schulleiterin