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Robert-Schumann-Schule Frankfurt am Main


Kinderanhörung 2014

„Kinder an die Macht“ – Kinderanhörung des Ortsbeirates unseres Stadtteils. Herbert Grönemeyer hat vor Jahren mit seinem Lied auf die ganz andere Sichtweise von Kindern hingewiesen „Die Armeen aus Gummibärchen, die Panzer aus Marzipan - Kriege werden aufgegessen, einfacher Plan, kindlich genial….“. Diesen besonderen Blick wollte Herr Yauschew, unser Kinderbeauftragter in Heddernheim, gemeinsam mit Frau Fege vom Kinderbüro der Stadt Frankfurt wieder einmal in den Vordergrund rücken und hat den Ortsbeirat für eine Kinderanhörung begeistern können. Römerstadt-Schüler, Heinrich-Kromer–Schüler und auch Robert-Schumann-Schüler waren daher aufgerufen sich zunächst einmal Gedanken über ihre Stadteile zu machen.
Hierfür haben sich die Kinder zusammen mit den Lehrerinnen mit ihrem Stadtteil auseinander gesetzt und ganz individuell interessante und vielfältige Ideen aber auch Lösungsansätze erarbeitet. Als Höhepunkt kam es am Donnerstagnachmittag zur Präsentation der Ergebnisse vor der Öffentlichkeit, den Politikern und der hiesigen Presse.

Unsere SchülerInnen konnten, bestens vorbereitet, den örtlichen Politikern gegenüber treten. Im gut gefüllten Theater der Ernst-Reuter-Schule machten sie mit Plakaten, einem kleinen Rollenspiel und sogar einem Kurzfilm auf ihre Wünsche aufmerksam. Unsere Schüler waren vor allem für einen Ballfangzaun an der Nidda, einen gemütlichen Treffpunkt für Mädchen zwischen 9 und 13 Jahren sowie für Fußballtore am Bunkerspielplatz und einen Kinder-Kiosk. Ebenso sollte auch den Kindern der Hessestrasse ein sicheres Spielen auch mit dem Fußball gewährleistet werden (U-Bahn-Linien). Alle Kinder warben für mehr Sauberkeit auf den Spielplätzen und auch in den Stadtteilen, vor allem der Hundekot auf den Gehwegen war allenthalben ein großer Beschwerdepunkt.
Weitere Ideen waren Graffiti-Wände, Halfpipes und Spielplätze für Kinder mittleren Alters. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Radiomoderatorin des Hessischen Rundfunks Monika Martino, die der Anhörung eine gewisse Lockerheit verlieh, aber dennoch immer wieder die vielfältigen Themen der Kinder in den Fokus stellte.

So viele Wünsche können wahrscheinlich nicht sofort umgesetzt werden, denn leider muss erst noch der passende Geldtopf gefunden werden ;-). Aber es wäre wünschenswert wenn ein paar kostengünstige Lösungsansätze, wie z.B. Abfalltüten an Laternenpfosten für Hundebesitzer zeitnah sichtbar würden. Des Weiteren sollten die Kinder noch innerhalb dieses Schuljahres vom Ortsbeirat über das weitere Vorgehen und evtl. Schwerpunktthemen aus der Kinderanhörung informiert werden. Zudem sollten die Politiker das Ziel haben in jedem Ortsteil eine Idee der Kinder zu verwirklichen, so dass die Schüler und Schülerinnen noch zu ihrer Kinderzeit die Umsetzung miterleben können und somit gelebte Demokratie und bewegende Politik erfahren.

Die Kinderanhörung war für unsere Kinder eine spannende und wertschätzende Erfahrung, der nun auch sichtbare Ergebnisse folgen sollten!